Grafiktreiber aktualisieren und Darstellungsprobleme beheben

Darstellungsprobleme in der 3D-Ansicht sind häufig auf veraltete oder inkompatible Grafikkartentreiber zurückzuführen. Ein aktueller Treiber stellt sicher, dass die Hardware optimal mit den verwendeten DirectX- und OpenGL-Versionen kommuniziert.

Um die im System verbauten Grafikkarten zu prüfen, starten Sie den Gerätemanager. Dazu drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie devmgmt.msc ein und bestätigen Sie mit Enter.

1. Systeme mit zwei Grafikkarten (Hybrid-Systeme)

In vielen Laptops oder Desktop-PCs ist neben einer leistungsstarken Grafikkarte (NVIDIA/AMD) zusätzlich ein interner Grafikchip (z. B. Intel HD Graphics) verbaut.

  • Wichtig: Stellen Sie sicher, dass die Software die leistungsstarke Grafikkarte nutzt. In manchen Fällen ist es notwendig, den schwächeren internen Chip im Gerätemanager oder im BIOS zu deaktivieren oder die Software explizit der Hochleistungsgrafikkarte zuzuweisen.

2. Den richtigen Treiber finden

Verlassen Sie sich nicht allein auf den Windows-Gerätemanager, da dieser oft nur Standardtreiber anzeigt. Auch wenn der Gerätemanager den verwendeten Grafiktreiber als aktuell anzeigt, prüfen Sie die Aktualität nochmals direkt beim Hersteller:

  • Komplett-Systeme (Laptops/Marken-PCs): Bei Geräten von Herstellern wie DELL, HP, Lenovo oder Samsung finden Sie abgestimmte Treiber direkt auf deren Support-Seiten.
  • Standard-Grafikkarten: Suchen Sie direkt bei den beiden Hauptherstellern:
    • NVIDIA: Download-Seite
      • Tipp: Nutzen Sie die automatische Erkennung (Option 2) oder wählen Sie bei GeForce-Karten vorzugsweise den „Game-Ready-Treiber“. Beachten Sie auch unsere empfohlenen NVIDIA-Einstellungen.
    • AMD (ATI): Support-Seite
      • Tipp: Nutzen Sie das Tool „Treiber automatisch erkennen und installieren“, falls das genaue Modell unbekannt ist.

3. Wichtige Installationshinweise

  • Betriebssystem: Achten Sie darauf, dass der Treiber exakt zu Ihrer Windows-Version (z. B. Windows 10 oder 11) passt.
  • Architektur: Bei einem 64-Bit-Windows ist zwingend ein 64-Bit-Grafiktreiber erforderlich.
  • DirectX-Check: Um Ihre installierte DirectX-Version zu prüfen, drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie dxdiag ein und bestätigen Sie mit Enter.

4. Windows-Update-Einstellungen kontrollieren

Damit die Windows-Umgebung und die Treiber reibungslos zusammenarbeiten, müssen auch immer alle Windows Updates eingespielt sein.  Zur Überprüfung der Windows Updates drücken Sie Windows-Taste + i und klicken danach auf „Windows Update“.