Um hochwertige Renderings (Raytracing-Bilder) zu erstellen, sind die richtigen Einstellungen für Materialien, Licht und Schatten entscheidend. Nachfolgend finden Sie bewährte Parameter-Einstellungen, die für das Beispielbild verwendet wurden.

1. Materialeinstellungen: Fensterglas
Damit Fensterflächen realistisch wirken und leichte Spiegelungen aufweisen, sollten die Materialeigenschaften der Glasscheiben angepasst werden.
- 3D-Ansicht als aktive Ansicht setzen
- Funktion aufrufen:
3D Funktionen>Material bearbeiten> Klick auf die Glasscheibe. - Einstellungen:
- Intensität: 30 %
- Glanzlichtgröße: 30 %
- Spiegelt ideal: Aktiviert (Häkchen setzen)

Tipp: Nutzen Sie nach der Einstellung die Funktion Material übertragen, um diese Eigenschaften schnell auf alle anderen Fenster im Projekt anzuwenden.
2. Raytracing-Einstellungen (Licht & Schatten)
Diese Parameter steuern die Qualität der Schattenberechnung beim finalen Rendern.
- 3D-Ansicht als aktive Ansicht setzen
- Funktion aufrufen:
3D Funktionen>Raytracen (mit rechter Maustaste). - Empfohlene Werte:
- Kantenglättung: Starkes Antialiasing (für glatte Kanten ohne Treppchenbildung).
- Ambiente Schatten: Aktiviert (sorgt für realistische Tiefenwirkung in Ecken und Nischen).
- Intensität: 105 % (Höhere Werte hellen die Schatten auf, niedrigere machen sie dunkler).
- Qualität: 30 % (Höhere Werte reduzieren das „Rauschen“ im Schatten, erhöhen aber die Rechenzeit).
- Max. Einflussbereich: 1000 m.

Hinweis: Die Aktivierung von „Ambiente Schatten“ verbessert die Bildqualität deutlich (z.B. unter Dachüberständen oder Balkonen), erhöht jedoch die Berechnungszeit spürbar.
3. Interne Lichtquellen & Umgebungslicht
Die Beleuchtung der Szene wird über die internen Lichtquellen gesteuert. Die optimalen Werte hängen davon ab, ob Sie „Ambiente Schatten“ (siehe oben) aktiviert haben oder nicht.
- 3D-Ansicht als aktive Ansicht setzen
- Funktion aufrufen:
3D Funktionen>Interne Lichtquellen (Klick mit rechter Maustaste).
Szenario A: OHNE ambiente Schatten
- Lichtintensität Sonne: 65 % (Farbe: Weiß)
- Lichtintensität Umgebungslicht: 30 % (Farbe: Weiß)
Szenario B: MIT ambienten Schatten (Empfohlen) Da ambiente Schatten das Bild in Ecken abdunkeln, muss die Grundhelligkeit erhöht werden.
- Lichtintensität Sonne: 50 % (Farbe: Weiß)
- Lichtintensität Umgebungslicht: 50 % (Farbe: Weiß)

4. Sonnenstand und Jahreszeit
Für eine plastische Darstellung mit interessanten Schattenwürfen ist der Sonnenstand entscheidend.
- Jahreszeit: April (oder September).
- Grund: Im Winter steht die Sonne zu tief (frontale, flache Beleuchtung), im Sommer zu hoch (kaum sichtbare Schatten unter Dachüberständen). Der Frühling/Herbst bietet oft den besten Mittelweg.
- Uhrzeit: ca. 16:00 Uhr.
- Ausrichtung: Der Nordpfeil wurde im Beispiel auf 325 Grad gedreht, sodass die Sonne von Westen kommt und die Fassade gut ausleuchtet.
Beachten Sie bitte auch unseren Beitrag zum Thema Wechselwirkung der Lichtintensitat von Sonne / Umgebungslicht und ambiente Schatten


