(bis V9): Umrisseingabe mit Hilfe der Funktion “Mehrfacheingabe mit numerischer Nachbearbeitung”

Hinweis: Ab der Version 10 wurde die Funktion „Mehrfach-Eingabe mit numerischer Nachbearbeitung“ standardmäßig aus dem Menü entfernt, da die numerische polygonale Eingabe oft komfortabler ist. Sie können die Funktion jedoch wieder aktivieren, indem Sie die Sichtbarkeit für diesen Menüpunkt in den Einstellungen anpassen.

Empfehlung: Bitte beachten Sie, dass die Eingabe mit der Unterstützung von Hilfslinien die von uns empfohlene Eingabemethode für eine maßgenaue Eingabe ist. Ein entsprechendes Video Tutorial „Umrisseingabe mit Hilfslinien“ ist dazu verfügbar.

Nachfolgendes Video zeigt die Umriss-Eingabe am Beispiel eines Mustergrundrisses mithilfe des Eingabeassistenten (Funktion “Mehrfacheingabe mit numerischer Nachbearbeitung”).

[01:32] Auswahl der Funktion und Festlegung der Wandstärke: Wählen Sie zunächst die Funktion über das Menü GebäudeWände ⇾ AußenwandMehrfacheingabe mit numerischer Nachbearbeitung. Bevor Sie den ersten Punkt setzen, definieren Sie die Eigenschaften der Wand. Drücken Sie dazu die rechte Maustaste im 2D-Fenster und wählen Sie Eigenschaften. Hier können Sie unter anderem die Wandstärke (Dicke) und die Darstellung der Wandfüllmuster vorab definieren.

[02:45] Schematische Eingabe des Umrisses: Der Umriss wird im ersten Schritt nur schematisch, also grob per Mausklick, eingegeben. Die exakten Maße spielen hier noch keine Rolle. Ein wichtiger Tipp für saubere Zeichnungen: Durch das Gedrückthalten der STRG-Taste während der Eingabe aktivieren Sie das Winkelraster. Dies zwingt die Linien in vordefinierte Winkel (z.B. 0°, 15°, 30°, 45°, 90°), wodurch es sehr einfach wird, Wände 100%ig waagrecht oder senkrecht zu zeichnen.

[03:48] Eingabe beenden: Sobald die grobe Form des Gebäudes skizziert ist, beenden Sie den Zeichenmodus durch Drücken der rechten Maustaste und Auswahl von Eingabe abbrechen im Kontextmenü (alternativ können Sie die ESC-Taste drücken).

[04:01] Das Dialogfenster „Werkzeug Parameter“ Nach dem Abbruch der schematischen Eingabe öffnet sich automatisch das Dialogfenster zur numerischen Nachbearbeitung. Sollte dieses Fenster nicht sichtbar sein, kann es mit der Kurztaste W ein- bzw. ausgeblendet werden. Um Werte einzutragen, klicken Sie in das Fenster oder aktivieren es mit der Leertaste.

[04:50] Detaillierte Definition der Wandsegmente: In diesem Dialog können Sie nun jede einzelne Wand des soeben gezeichneten Polygons exakt definieren:

  • Navigation: Nutzen Sie die Schaltflächen nächste Wand bearbeiten und vorherige Wand bearbeiten, um die Wände nacheinander durchzugehen.
  • Visuelles Feedback: Die aktuell im Dialog ausgewählte Wand wird im Grundriss durch eine rote Linie markiert.
  • Bezugspunkt: Unter dem Punkt „bezogen auf“ legen Sie fest, für welchen Wandbereich das Maß gelten soll: die Wandachse, die linke Wandfläche oder die rechte Wandfläche. Die rote Markierung im Plan springt entsprechend auf die gewählte Seite.

[05:20] Eingabe der Maße Geben Sie nun für das selektierte Wandstück die exakte Länge und den Winkel ein. Mit der TAB-Taste können Sie schnell zwischen den Eingabefeldern springen. Wiederholen Sie dies für alle Wände des Grundrisses.

[06:15] Wandzug schließen: Nachdem alle Wände korrekt definiert sind, wählen Sie im Dialogfenster die Option Wandzug schließen. Klicken Sie anschließend auf Abschließen. Der Grundriss wird jetzt basierend auf Ihren exakten Zahlenwerten neu berechnet und final erstellt.

[07:30] Zusammenfassung: Hier finden Sie nochmals eine kurze Übersicht über die davor gezeigten Punkte.

[09:58] Raumstempel und Bodenfläche anzeigen: Um die Quadratmeterzahl (Bodenfläche) eines Raumes im Plan sichtbar zu machen:

  1. Markieren Sie den Raum durch einen linken Mausklick (der Raum wird rot hervorgehoben).
  2. Öffnen Sie mit der rechten Maustaste das Kontextmenü und wählen Sie Eigenschaften.
  3. Wechseln Sie in den Reiter Beschriftung und setzen Sie einen Haken bei Bodenfläche.
  4. Im Textfeld rechts daneben können Sie eine Bezeichnung (Präfix) eingeben, z.B. „BF“ für Bodenfläche. Bestätigen Sie mit OK.

[10:52] Anpassung der Wanddarstellung (Füllstile): So ändern Sie die optische Darstellung (Schraffur, Farbe, Füllmuster) einer Wand:

  1. Selektieren Sie die gewünschte Wand.
  2. Wählen Sie über die rechte Maustaste Eigenschaften.
  3. Navigieren Sie im Dialogfenster zu SchichtaufbauMaterial2D Darstellung.
  4. Hier können Sie den Füllstil, die Farbe und Schraffuren detailliert anpassen.

[12:03] Eigenschaften auf alle Wände übertragen: Um den soeben eingestellten Füllstil effizient auf alle anderen Außenwände zu übertragen:

  1. Markieren Sie die Wand, die bereits die korrekte Darstellung hat.
  2. Wählen Sie im Kontextmenü (rechte Maustaste) Eigenschaften übertragen.
  3. Es öffnet sich das Fenster „Eigenschaften übertragen“: Klicken Sie auf Keine oder deselektieren Sie Allgemein, sodass nur der Haken bei Schichtaufbau gesetzt bleibt. Klicken Sie auf Weiter.
  4. Im Fenster „Zielobjekt wählen“: Wählen Sie die Option in der aktiven Folie und filtern Sie unter „Nur folgende Wandtypen einbeziehen“ auf Außenwände.
  5. Klicken Sie auf Fertig stellen. Alle Außenwände übernehmen nun automatisch den neuen Schichtaufbau und die Darstellung.